dramatischkleinebühne
Freies Ensemble aus Gross-Gerau

2015

Maria Stuart

Friedrich Schiller

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Beschreibung

„Der Schrecken geht durch London. Die Krone ist bedroht. Nur das Haupt der Stuart, das heute noch fällt, kann sie beruhigen.“ Der Machtanspruch der schottisch-katholischen Königin Maria Stuart auf den englischen Thron bringt die junge protestantische Elisabeth I um den Schlaf. Die Meinung der politischen Ehrgeizlinge und höfischen Schmeichler ist eindeutig: Die Stuart muss sterben, und mit ihr die Bedrohung für Englands Herrscherin. Doch Elisabeth zögert: Darf eine Königin es wagen, das gekrönte Haupt der blutsverwandten „Schwester“ auf den Henkersblock zu legen? Einfacher erscheinen doch die Alternativen einer ewigen Gefangenschaft der Rivalin oder aber – noch effektiver – ihr stilles Verschwinden. Die gefangene Maria Stuart treibt währenddessen ihr eigenes politisches Spiel voran, und sie hat mächtige Verbündete auf Ihrer Seite. Einige von diesen gehören sogar zu den engsten Vertrauten der englischen Königin.

Schillers Politdrama ist zeitlos: Das Spiel von Intrigen und Macht lässt sich leicht in die Moderne transponieren. So wie der studierte Historiker Schiller die geschichtlichen Ereignisse lediglich als Inspiration für seine eigene literarische Absicht nutzt, so betrachtet Regisseur Mario Ederberg das Schillersche Textsubstrat als bloße Folie seiner eigenen Interpretation des Politdramas. Während Schiller seine Szenenfolge streng chronologisch anlegt, reißt Ederberg die gewohnte Struktur auf und arrangiert die gekürzte Fassung als Episodendrama. Die Inszenierung beginnt mit dem Unvermeidlichen: Das Urteil für die Stuart ist bereits vollstreckt. Im Stile eines analytischen Dramas werden im Folgenden die Hintergründe der Tragödie nach und nach aufgedeckt. Der Opportunist Leicester fungiert bei Ederberg als Spielleiter. Getreu seiner eigenen Worte „ich seh sie fallen, ich will Zeuge sein“ führt Leicester den Zuschauer kommentierend durch die neue Szenenfolge, die schließlich in einem furiosen Finale gipfelt. Der Hofpolitiker Leicester verfolgt dabei sein eigenes Spiel der Macht, dessen Kontrolle ihm aber zusehends entgleitet. Schillers Klassiker erscheint damit in einem neuen, (post-)modernen Gewand. So spielt die dramatischkleinebühne mit Schillers Textgrundlage „ein gewagtes Spiel […] und nur Graf Leicester darf sich an diesem Hofe solcher Tat erdreisten.“

Aufführungstermine:
  • 5./6.12.2015
  • 16./17.01.2016
  • 23./24.01.2016
im Kulturcafé Groß-Gerau (Darmstädter Str. 31, 64521 Groß-Gerau).
Anfahrtsweg
Eingang über die Volkshochschule von der Darmstädter Straße aus, im 1. Obergeschoss.

Beginn: Jeweils um 20:00 Uhr.
Eintritt: 12,00 EUR (7,00 EUR ermäßigt)

Karten sind im Vorverkauf bei der Buchhandlung Calliebe (Frankfurter Str. 33, 64521 Groß-Gerau) oder telefonisch unter 06152 909 383 erhältlich.
Besetzung
  • Lea Friedmann
    Maria Stuart
  • Svenja Müller
    Elisabeth
  • Sebastian Müller
    Leicester
  • Bernd Schlei
    Burleigh
  • Jörg Monzheimer
    Paulet
  • Christopher Hojny
    Mortimer
  • Sonja Zurek
    Gräfin Aubespine
  • Cosima Kiendl
    Kent & Gräfin Aubergine
  • Daniel Brandenburg
    Okelly

Regie
  • Mario Ederberg

Technik
  • Estefania Cuadrado-Luque
    Souffleuse
  • Carola Pomplun
    Beleuchtung / Ton
  • Mario Müh
    Beleuchtung

Aufführungen
  • Sa, 05.12.2015 Kulturcafé
  • So, 06.12.2015 Kulturcafé

  • Sa, 16.01.2016 Kulturcafé
  • So, 17.01.2016 Kulturcafé

  • Sa, 23.01.2016 Kulturcafé
  • So, 24.01.2016 Kulturcafé

Beginn jeweils um 20:00 Uhr.

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